20140921

schlechter tag, schlechtes wochenende, schlechtes leben, ...
ich kann endgültig nicht mehr normal essen. ich kann entweder fressen oder hungern. das wechselt sich ab, ich komm aus der binge-phase gerade nur schwer bis gar nicht heraus und der selbsthass wächst und wächst. ich gebe unmengen von geld an essen aus, allein in der vergangenen woche bestimmt 100 euro. die vergangenen 4 tage insgesamt 5 mal essen bestellt - portionen, die für 4 menschen bestimmt sind. bald kann ichs mehr eh nicht mehr finanzieren, aber ich muss jetzt aufhören damit. die einzig logische konsequenz für mich ist eine krasse reduktion. ich habe einem bekannten abgesagt, ihm vorgelogen ich hätte fieber bekommen, wäre krank. das gleiche habe ich meinem mitbewohner erzählt der übers wochenende nicht da ist um eine ausrede dafür zu haben die wohnung nicht gesaugt zu haben. mama hab ichs auch vorgelogen, keine ahnung wieso. ich habe viel zu tun für die schule und vieles was wir machen müssen macht mir keinen spaß. zb ein plakat für mcdonalds pommes zu entwerfen wovon mir gerade schlecht wird. verbringe den ganzen tag im bett, bin tatsächlich stolz auf mich weil ich es auf die reihe bekommen habe den müll runterzutragen. was bin ich nur für ein mensch. verstörenderweise freue ich mich schon irgendwie auf die schulwoche. ich muss wo sein, hab dinge zu tun die mich ablenken. so geht das nicht weiter. draußen ist es warm und die sonne scheint, was alles noch unerträglicher macht. würde es herbstlich regnen wäre dieser zustand zumindest etwas verkraftbarer, aber so fühle ich mich einfach nur schlecht. habe kein bedürfnis nach irgendetwas. das ist ein zustand den ich in einem meiner vorherigen blogposts herbeigesehnt habe, aber statt durchs hungern hab ich ihn scheinbar durchs fressen erreicht. aber zu welchem preis? vielleicht ist jetzt ja endlich der punkt gekommen an dem ich tatsächlich satt bin. vielleicht sogar übersättigt. ich bete dass sich mein grenzenloses bedürfnis nach nahrung eindämmt.

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